Thursday, 27 November 2014

A Cloud Never Dies | Eine Wolke Stirbt Nie

(Photo/Foto: Thich Nhat Hanh gems, Facebook)
"Some people might ask you, 'When is your birthday?' But you may ask yourself a more interesting question: 'Before that day which was my birthday, where was I?'

Ask a cloud, 'What is your date of birth? Before you were born, where were you?'
If you ask the cloud, 'How old are you? Can you give me your date of birth?' you can listen deeply and you may hear a reply.

You can imagine the cloud being born. Before being born it was the water on the ocean’s surface. Or was it in the river and then it became vapor. The wind is there too, helping the water to become a cloud. The cloud does not come from nothing, there has only been a change in form.

It is not a birth of something out of nothing.

Sooner or later the cloud will change into rain or snow or ice. If you look deeply into the rain, you can see the cloud. The cloud is not lost; it is transformed into rain, and the rain is transformed into grass and the grass into cows and then to milk and then into the ice cream you eat.
Today if you eat an ice cream, give yourself time to look at the ice cream and say: 'Hello cloud! I recognize you.' By doing that, you have insight and understanding into the real nature of the ice cream and the cloud.

You can also see the ocean, the river, the heat, the sun, the grass and the cow in the ice cream.

Looking deeply, you do not see a real date of birth and you do not see a real date of death for the cloud. All that happens is that the cloud transforms into rain or snow.

There is no real death because there is always a continuation.

A cloud continues the ocean, the river and the heat of the sun, and the rain continues the cloud. Before it was born, the cloud was already there, so today, when you drink a glass of milk or a cup of tea or eat an ice cream, please follow your breathing.

Look into the tea or the ice cream and say hello to the cloud."

"Manche Menschen fragen dich vielleicht 'Wann hast du Geburtstag?'Aber du könntest dir eine noch interessantere Frage stellen: 'Wo war ich vor dem Tag, an dem ich geboren wurde?'

Frage eine Wolke: 'Wann ist dein Geburtstag? Wo warst du, bevor du geboren wurdest?' Wenn du die Wolke fragst 'Wie alt bist du? Kannst du mir deinen Geburtstag nennen?', dann kannst du genau hinhören und möglicherweise eine Antwort hören.

Du kannst dir vorstellen, wie die Wolke geboren wird. Bevor sie geboren wurde, war sie dass Wasser an der Oberfläche der Ozeane. Oder sie war in den Flüssen und wurde dann zu Dampf. Der Wind ist auch da und hilft dem Wasser zu einer Wolke zu werden. Die Wolke entsteht nicht aus Nichts, es gab eine Veränderung der Form.

Es ist keine Geburt einer Sache aus Nichts heraus.

Früher oder später wird sich die Wolke in Regen oder Schnee oder Eis verwandeln. Wenn du den Regen genau betrachtest, kannst du die Wolke sehen. Die Wolke ist nicht verloren; sie verwandelte sich in Regen, und der Regen verwandelte sich in Gras, und das Gras in Kühe, und dann in Milch und dann in die Eiscreme, die du isst.
Wenn du heute Eiscreme isst, dann nimm dir die Zeit, um dir die Eiscreme anzusehen und sage 'Hallo Wolke! Ich erkenne dich.' Indem du das tust, hast du Einsicht in und Verständnis für die wahre Natur der Eiscreme und der Wolke.

Du kannst auch den Ozean, den Fluss, die Hitze, die Sonne, das Gras und die Kuh in der Eiscreme sehen.

Bei genauem hinschauen siehst du nicht einen bestimmten Zeitpunkt der Geburt, und einen bestimmten Zeitpunkt des Todes der Wolke. Alles was geschah, ist, dass die Wolke sich in Regen und Schnee verwandelte.

Es gibt keinen wirklichen Tod, weil es immer eine Fortführung gibt.

Eine Wolke führt den Ozean, den Fluss, die Hitze und die Sonne fort, und der Regen führt die Wolke fort. Bevor sie geboren wurde, war die Wolke bereits da. Wenn du also heute ein Glas Milch oder eine Tasse Tee trinkst oder Eiscreme isst, dann achte auf Deinen Atem, betrachte den Tee oder die Eiscreme und grüße die Wolke."

-- Thich Nhat Hanh

(Source/Quelle: Thich Nhat Hanh gems, Facebook 
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Monday, 24 November 2014

I want happiness! | Ich möchte glücklich sein!

Woman: "I want happiness!"
Buddha: "First remove 'I' - that is ego. Then remove 'want' - that is desire. See, now you are left only with 'happiness'."

Frau: "Ich möchte glücklich sein!"
Buddha: "Entferne zuerst das 'Ich' - das ist Ego. Dann entferne das 'möchte' - das ist Verlangen. Siehst Du, nun bleibt dir das 'glücklich sein'."

(Source/Quelle: BuddhismVision, Facebook
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Sunday, 23 November 2014

The Old Mendicant | Der Alte Bettelmönch


Being rock, being gas, being mist, being mind,
being the mesons travelling among the galaxies
at the speed of light,
you have come here, my beloved.
And your blue eyes shine, so beautiful, so deep.
You have taken the path traced for you
from the non-beginning and the never-ending.
You say that on your way here
you have gone through
many millions of births and deaths.
Innumerable times you have been transformed
into firestorms in outer space.
You have used your own body
to measure the age of the mountains and rivers.
You have manifested yourself
as trees, grass, butterflies, single-celled beings,
and as chrysanthemums.
But the eyes with which you look at me this morning
tell me that you have never died.
Your smile invites me into the game
whose beginning no one knows,
the game of hide-and-seek.


O green caterpillar, you are solemnly using your body
to measure the length of the rose branch that grew last Summer.
Everyone says that you, my beloved, were just born this Spring.
Tell me, how long have you been around?
Why wait until this moment to reveal yourself to me,
carrying with you that smile which is so silent and so deep?
O caterpillar, suns, moons, and stars flow out each time I exhale.
Who knows that the infinitely large must be found
in your tiny body?
Upon each point on your body,
thousands of Buddha fields have been established.
With each stretch of your body, you measure time
from the non-beginning to the never-ending.
The great mendicant of old is still there on Vulture Peak,
contemplating the ever-splendid sunset.

Gautama, how strange!
Who said that the Udumbara flower blooms
only once every 3,000 years?

The sound of the rising tide-- you cannot help hearing it
if you have an attentive ear.


Als Fels, als Gas, als Nebel, als Geist,
als Mesone, die durch die Galaxien reisen,
mit der Geschwindigkeit des Lichtes,
bist du hierher gekommen, meine Geliebte.
Und deine blauen Augen glänzen, so schön, so tief.
Hast den für dich vorgezeichneten Weg genommen,
vom Nicht-beginnenden zum Niemals-endenden.
Auf deinem Weg hierher, sagst du,
gingst du hindurch durch
viele Millionen Geburten und Tode.
Unzählige Male verwandeltest du dich
in Feuerstürme im Weltraum.
Du hast deinen Körper dazu benutzt,
um Alter von Bergen und Flüssen zu bestimmen.
Du hast dich offenbart
als Bäume, Gras, Schmetterlinge, Einzeller
und als Chrysanthemen.
Doch die Augen, mit denen du mich heute morgen ansiehst,
sagen mir, dass du nie gestorben bist.
Dein Lächeln lädt mich ein zu diesem Spiel,
dessen Anfang niemand kennt,
dem Versteckspiel.


O grüne Raupe, feierlich benutzt du deinen Körper,
um die Länge des Rosenastes zu bestimmen, der letzten Sommer wuchs.
Jeder sagt mir, meine Geliebte, du seiest erst letzten Frühling geboren.
Sag mir, wie lange bist du schon hier?
Warum bis jetzt warten, um dich mir zu zeigen,
das Lächeln tragend, das so still und so tief ist?
O Raupe, Sonnen, Monde und Sterne entströmen jedes Mal wenn ich ausatme.
Wer weiß, dass das unendlich Große zu finden sei
in deinem winzigen Körper?
Auf jedem Punkt deines Leibes
wurden tausende Buddhafelder errichtet.
Mit jedem Ausstrecken deines Körpers bemisst du die Zeit
vom Nicht-beginnenden zum Niemals-endenden.
Der große Bettelmönch aus alten Zeiten ist noch auf dem Geierberg,
den immerwährend schönen Sonnenuntergang betrachtend.

Gautama, wie seltsam!
Wer sagt, dass die Udumbara-Blume
nur einmal alle 3.000 Jahre blühe?

Das Geräusch der Flut - du kommst nicht umhin es zu hören,
wenn du ein aufmerksames Ohr hast.

-- Thich Nhat Hanh

(Source/Quelle: Thich Nhat Hanh gems, Facebook 
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Saturday, 22 November 2014

The Roots of War | Die Wurzeln des Krieges

"We often think of peace as the absence of war, that if powerful countries would reduce their weapon arsenals, we could have peace. But if we look deeply into the weapons, we see our own minds - our own prejudices, fears and ignorance. Even if we transport all the bombs to the moon, the roots of war and the roots of bombs are still there, in our hearts and minds, and sooner or later we will make new bombs. To work for peace is to uproot war from ourselves and from the hearts of men and women."

"Wir sehen oft Frieden als die Abwesenheit von Krieg an und glauben, dass wenn mächtige Staaten ihre Waffenarsenale verringern würden, wir Frieden haben könnten. Doch wenn wir tief in die Waffen hinein schauen, erkennen wir unsere eigenen Seelen - unsere eigenen Vorurteile, Ängste und Ignoranz. Selbst wenn wir alle Bomben auf den Mond brächten, wären die Wurzel von Krieg und die Wurzeln von Bomben immer noch hier, in unseren Herzen und Köpfen, und früher oder später werden wir neue Bomben herstellen. Sich um Frieden zu bemühen bedeutet den Krieg in uns selbst und in den Herzen der Männer und Frauen zu entwurzeln."
 

 -- Thich Nhat Hanh

(Source/Quelle: Thich Nhat Hanh gems, Facebook
 Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Friday, 21 November 2014

Meditation: Mountain, Solid | Meditation: Berg, Stabil

(Painting/Gemälde: Albert Bierstadt)
"'Breathing in, I see myself as a mountain. Breathing out, I feel solid. Mountain, Solid.' Say this to yourself as you breathe in and out three times.

Solidity makes it possible for us to be happy. Someone who is unstable, someone who is not solid, cannot be a happy person. When you are solid, people can rely on you. When your loved one is solid, you can rely on her. So solidity is something that you can offer to the person you love, like freshnes."

"'Einatmend sehe ich mich als ein Berg. Ausatmend fühle ich mich stabil. Berg, stabil.' Sag dies zu dir selbst während du dreimal ein- und ausatmenst.

Stabilität macht es uns möglich glücklich zu sein. Jemand der nicht standfest ist, jemand der nicht stabil ist, kann keine fröhliche Person sein. Wenn du stabil bist, können Menschen sich auf dich verlassen. Wenn ein von dir geliebter Mensch stabil ist, kannst du dich auf ihn verlassen. Also ist Stabilität etwas, dass du dem Menschen, den du liebst, schenken kannst wie Frische."

-- Thich Nhat Hanh
    "Pebble Meditation" (excerpt) | "Kieselstein-Meditation" (Auszug)

(Source/Quelle: Thich Nhat Hanh gems, Facebook 
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Friday, 14 November 2014

Meditation Against Violence | Meditation Gegen Gewalt

"If every 8-year old in the world is taught meditation, we will eliminate violence in the world within one Generation."

"Wenn jedem 8-jährigen Kind auf der Welt das Meditieren beigebracht wird, werden wir die Welt innerhalb einer Generation von Gewalt befreien."

-- Dalai Lama

(Source/Quelle: BuddhismVision, Facebook 
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Thursday, 23 October 2014

The Man Who Spit in Buddha's Face | Der Mann der Buddha ins Gesicht Spuckte

 

The Buddha was sitting under a tree talking to his disciples when a man came and spat in his face. He wiped it off, and he asked the man, "What next? What do you want to say next?" The man was a little puzzled because he himself never expected that when you spit on somebody's face, he will ask, "What next?" He had no such experience in his past. He had insulted people and they had become angry and they had reacted. Or if they were cowards and weaklings, they had smiled, trying to bribe the man. But Buddha was like neither, he was not angry nor in any way offended, nor in any way cowardly. But just matter-of-factly he said, "What next?" There was no reaction on his part.

But Buddha's disciples became angry, and they reacted. His closest disciple, Ananda, said, "This is too much. We cannot tolerate it. He has to be punished for it, otherwise everybody will start doing things like this!"

Buddha said, "You keep silent. He has not offended me, but you are offending me. He is new, a stranger. He must have heard from people something about me, that this man is an atheist, a dangerous man who is throwing people off their track, a revolutionary, a corrupter. And he may have formed some idea, a notion of me. He has not spit on me, he has spit on his notion. He has spit on his idea of me because he does not know me at all, so how can he spit on me?"

"If you think on it deeply," Buddha said, "he has spit on his own mind. I am not part of it, and I can see that this poor man must have something else to say because this is a way of saying something. Spitting is a way of saying something. There are moments when you feel that language is impotent: in deep love, in intense anger, in hate, in prayer. There are intense moments when language is impotent. Then you have to do something. When you are angry, intensely angry, you hit the person, you spit on him, you are saying something. I can understand him. He must have something more to say, that's why I'm asking, “What next?"

The man was even more puzzled! And Buddha said to his disciples, "I am more offended by you because you know me, and you have lived for years with me, and still you react."

Puzzled, confused, the man returned home. He could not sleep the whole night. When you see a Buddha, it is difficult, impossible to sleep anymore the way you used to sleep before. Again and again he was haunted by the experience. He could not explain it to himself, what had happened. He was trembling all over, sweating and soaking the sheets. He had never come across such a man; the Buddha had shattered his whole mind and his whole pattern, his whole past.

The next morning he went back. He threw himself at Buddha's feet. Buddha asked him again, "What next? This, too, is a way of saying something that cannot be said in language. When you come and touch my feet, you are saying something that cannot be said ordinarily, for which all words are too narrow; it cannot be contained in them." Buddha said, "Look, Ananda, this man is again here, he is saying something. This man is a man of deep emotions."

The man looked at Buddha and said, "Forgive me for what I did yesterday." Buddha said, "Forgive? But I am not the same man to whom you did it. The Ganges goes on flowing, it is never the same Ganges again. Every man is a river. The man you spit upon is no longer here. I look just like him, but I am not the same, much has happened in these twenty-four hours! The river has flowed so much. So I cannot forgive you because I have no grudge against you.

"And you also are new. I can see you are not the same man who came yesterday because that man was angry and he spit, whereas you are bowing at my feet, touching my feet. How can you be the same man? You are not the same man, so let us forget about it. Those two people, the man who spit and the man on whom he spit, both are no more. Come closer. Let us talk of something else."

Der Buddha saß unter einem Baum und sprach mit seinen Schülern, als ein Mann kam und ihm ins Gesicht spuckte.

Er wischte sich die Spucke aus dem Gesicht und fragte den Mann: "Was nun? Was möchtest Du als nächstes sagen?" Der Mann war etwas verwundert, da er nicht erwartet hatte, dass wenn man jemandem ins Gesicht spuckt, dieser fragen würde "Was nun?" Er hatte so etwas noch nie erlebt. Er hatte schon Menschen beleidigt, die daraufhin wütend wurden und auf seine Beleidigungen reagierten. Oder aber, wenn sie Feiglinge und Schwächlinge waren, lächelten sie und versuchten, ihn zu bestechen. Doch Buddha war nicht wie einer von diesen; er war weder wütend oder in irgendeiner Form beleidigt, noch war er feige. Er sagte einfach nur ganz nüchtern "Was nun?" Es gab keine weitere Reaktion von ihm.

Doch Buddhas Schüler wurden wütend und reagierten ihrerseits. Sein vertrautester Schüler, Ananda, sagte: "Das ist zu viel. Wir können das nicht tolerieren. Er muss dafür bestraft werden, sonst wird jeder anfangen, solche Dinge zu tun!"

Buddha antwortete: "Bleib ruhig. Er hat mich nicht beleidigt, aber du beleidigst mich. Er ist neu, ein Fremder. Er hat bestimmt von Leuten etwas über mich gehört, dass dieser Mann ein Ungläubiger sei, ein gefährlicher Mann, der Menschen von ihrem Weg abbringt, ein Revolutionär, der andere verdirbt. Und er hat wohlmöglich eine Vorstellung von mir, eine Ansicht über mich entwickelt. Er hat nicht mich bespuckt, sondern er hat seine Ansicht bespuckt. Er hat seine Vorstellung von mir bespuckt, denn er kennt mich überhaupt nicht. Wie also kann er mich bespuckt haben?"

"Wenn du genau darüber nachdenkst," sagte Buddha, "so hat er seinen eigenen Geist bespuckt. Ich bin davon nicht betroffen, und ich kann sehen, dass dieser arme Mann noch etwas anderes zu sagen haben muss, denn dies ist eine Art und Weise, etwas zu sagen. Es gibt Momente, in denen man spürt, dass Sprache ohnmächtig ist: in tiefer Liebe, in starker Wut, in Hass und im Gebet. Es gibt intensive Augenblicke, in denen Sprache ohnmächtig ist. Wenn du wütend, sehr wütend bist, wenn du jemanden schlägst, wenn du jemanden bespuckst, dann sagst du etwas. Ich kann ihn verstehen. Er muss noch etwas weiteres zu sagen haben. Deshalb frage ich: 'Was nun?'"

Der Mann war noch verwunderter! Und Buddha sagte zu seinen Schülern: "Ich wurde vielmehr von euch beleidigt, denn ihr kennt mich, und ihr habt schon viele Jahre mit mir verbracht, und trotzdem reagiert ihr so."

Verwundert und durcheinander kehrte der Mann nach Hause zurück. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Wenn man einen Buddha trifft, ist es schwierig oder sogar unmöglich so zu schlafen wie zuvor. Wieder und wieder wurde er von seinem Erlebnis verfolgt. Er konnte sich selber nicht erklären, was geschehen war. Er zitterte am ganzen Körper und schwitzte so sehr, dass er die Laken durchnässte. Er war noch nie einem solchen Mann begegnet; der Buddha hatte seinen gesamten Geist und sein ganzes Wesen erschüttert, seine gesamte Vergangenheit.

Am nächsten Morgen kehrte er zurück. Er warf sich zu Füßen Buddhas. Buddha fragte ihn erneut: "Was nun? Auch dies ist eine Art, etwas zu sagen, das nicht mit Sprache ausgedrückt werden kann. Wenn du kommst und meine Füße berührst, sagst du etwas, das nicht auf gewöhnliche Weise gesagt werden kann, für das Worte zu eingeschränkt sind; es kann nicht von ihnen erfasst werden." Buddha sagte: "Siehe, Ananda, dieser Mann ist wieder hier, er sagt etwas. Dies ist ein Mann tiefempfundener Emotionen."

Der Mann sah Buddha an und sagte: "Vergib mir für das, was ich gestern getan habe." Buddha antwortete: "Vergeben? Aber ich bin nicht derselbe Mann, dem du das angetan hast. Der Ganges fließt immer weiter, es wird nie mehr derselbe Ganges sein. Jeder Mensch ist ein Fluss. Der Mann, den du bespuckt hast, ist nicht mehr hier. Ich sehe nur so aus wie er, aber ich bin nicht derselbe. Vieles ist in diesen vierundzwanzig Stunden geschehen! So viel Wasser ist den Fluss hinab geflossen. Daher kann ich dir nicht vergeben, denn ich hege keinen Groll gegen dich.

"Und auch du bist neu. Ich kann erkennen, dass du nicht derselbe Mann bist, der gestern da war. Denn dieser Mann war wütend und spuckte, wohingegen du dich zu meinen Füßen verbeugst und meine Füße berührst. Wie kannst du da derselbe Mann sein? Du bist nicht derselbe Mann, also lass' uns die Sache vergessen. Die beiden Menschen, derjenige der spuckte und derjenige den dieser anspuckte, beide sind nicht mehr. Komm' näher. Lass' uns über etwas anderes reden."

(Source/Quelle: wisdompills.com, themindawakened.com
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)