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Saturday, 13 February 2016

When You Produce a Thought | Wenn Du einen Gedanken Hervorbringst

"When you produce a thought that is full of understanding, forgiveness, and compassion, that thought will immediately have a healing effect on both your physical and mental health and on those around you. If you think a thought that is full of judgment and anger, that thought will immediately poison your body and mind and the people around you."

"Wenn du einen Gedanken hervorbringst, der von Verständnis, Vergebung und Mitgefühl erfüllt ist, wird dieser Gedanke unmittelbar eine heilende Wirkung sowohl auf deine physische als auch psychische Gesundheit und die Menschen, die dich umgeben, haben. Wenn du einen Gedanken denkst, der von Wertung und Wut erfüllt ist, wird dieser Gedanke unmittelbar deinen Körper und Geist sowie die Menschen, die dich umgeben, vergiften. "

~ Thich Nhat Hanh
    From|Aus: "The Art of Communicating"

(Source|Quelle: Thich Nhat Hanh gems, Facebook
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

Saturday, 21 February 2015

Positive Forgiveness: An Extreme Example | Positive Vergebung: Ein Extremes Beispiel

(Photo|Foto: via imgkid.com)
Forgiveness might work in a monastery, I hear you say, but if we give that sort of forgiveness in real life, we'll be taken advantage of. People will walk all over us – they'll just think we're weak. I agree. Such forgiveness rarely works on its own.

As the saying goes, "He who turns the other cheek, must visit the dentist twice, rather than once!"

The Thai government [...] did more than just give forgiveness through its unconditional amnesty. It also sought out the root-problem, poverty, and tackled it skillfully. That was why the amnesty worked.

I call such forgiveness "positive forgiveness." "Positive" means the positive reinforcement of those good qualities that we want to see appear. "Forgiveness" means letting go of the bad qualities that are part of the problem - not dwelling on them, but moving on. For example, in a garden, watering only the weeds is like cultivating problems; not watering anything is like practicing only forgiveness; and watering the flowers but not the weeds would be "positive forgiveness."

Some ten years ago, at the end of one of our Friday night talks in Perth, a woman came up to speak with me. She had been regularly attending these weekly talks for as long as I could remember, but this was the first time she had spoken to me. She said that she wanted to say a big thank you, not only to me, but also to all the monks who had taught at our center. Then she explained why.

She had begun coming to our temple seven years previously. She wasn't all that interested in Buddhism at that time, she confessed, nor in meditation. Her main reason for attending was as an excuse to get out of her house.

She had a violent husband. She was a victim of horrendous domestic violence. In those days, support structures just weren't available to help such a victim. In such a cauldron of boiling emotions, she couldn't see clearly enough to simply walk out forever. So she came to our Buddhist center, with the idea that two hours in the temple was two hours she wouldn't be bashed.

What she heard in our temple changed her life. She listened to the monks describe positive forgiveness. She decided to try it out on her husband. She told me that every time he hit her, she forgave him and let it go. How could she do that, only she knows. Then every time he did, or said, anything kind, no matter how trifling, she would hug him or cover him with kisses or use any other gesture to let him know how much that kindness meant to her. She took nothing for granted.

She sighed and told me that it took her seven long years. At this point her eyes became watery, and so did mine. "Seven long years," she told me, "and now you wouldn't recognize the man. He's changed completely. We have such a precious, loving relationship now, and two wonderful children." Her face radiated the glow of a saint. I felt like getting on my knees to bow to her. "See that bench?" she said […], "He made that wooden meditation bench for me this week as a surprise. If it had been seven years ago, he would only have used it to hit me with!" The lump in my throat cleared as I laughed with her.

I admire that woman. She earned her own happiness, which was considerable, I would say, from the brightness of her features. And she changed a monster into a caring man. She helped another person, magnificently.

That was an extreme example of positive forgiveness, recommended only for those heading for sainthood, by no means do I recommend this approach to any other victims of domestic violence. Nevertheless, it shows what can be achieved when forgiveness is joined with encouraging the good.

Ich höre schon, wie ihr sagt: "Vergebung mag im Umfeld eines Klosters möglich sein, aber wenn wir diese Art von Vergebung im echten Leben üben, werden wir ausgenutzt werden. Die Leute werden uns mit Füßen treten – sie werden glauben, dass wir schwach sind." Ich stimme zu. Diese Art von Vergebung funktioniert selten von ganz allein.

Wie es sprichwörtlich heißt: "Derjenige, der die andere Wange hinhält, muss eher zweimal, als nur einmal zum Zahnarzt!"

Mit ihrer bedingungslosen Amnestie, hat die thailändische Regierung mehr getan, als nur zu vergeben. Sie hat auch die Wurzel des Problems (Armut) ermittelt und es geschickt in Angriff genommen. Deshalb hat die Amnestie funktioniert.

Ich nenne solche Vergebung "positive Vergebung." "Potitiv" bezeichnet die positive Bestärkung jener guten Eigenschaften, die wir aufkeimen sehen wollen. "Vergebung" bedeutet von den schlechten Eigenschaften loszulassen, die Teil des Problems sind – nicht auf ihnen herum zu reiten, sondern weiterzugehen. Würde man zum Beispiel in einem Garten nur Unkraut gießen, wäre es so, als würde man nur Probleme heranziehen; würde man nichts bewässern, wäre es, als würde man nur Vergebung üben; und würde man die Blumen anstelle des Unkrauts bewässern, wäre dies "positive Vergebung."

Vor ungefähr zehn Jahren, nach einem unserer Freitagabendgespräche in Perth, kam eine Frau auf mich zu, um mit mir zu reden. Sie hatte schon solange ich mich erinnern kann regelmäßig an diesen wöchentlichen Gesprächsrunden teilgenommen, doch dies war das erste Mal, dass sie mit mir gesprochen hatte. Sie sagte, dass sie mir sehr danken wolle, nicht nur mir, sondern auch allen anderen Mönchen, die in unserem Zentrum gelehrt hatten. Dann erklärte sie mir warum.

Sie hatte sieben Jahre zuvor das erste Mal unseren Tempel besucht. Sie gab zu damals nicht ganz so sehr am Buddhismus interessiert gewesen zu sein, ebenso wenig an Meditation. Der Hauptgrund für ihre Besuche war es, eine Entschuldigung zu haben, um das Haus verlassen zu können.

Sie hatte einen gewalttätigen Ehemann. Sie war das Opfer entsetzlicher häuslicher Gewalt. Zu dieser Zeit gab es einfach keine Hilfestrukturen für solche Opfer. In diesem Kessel brodelnder Emotionen, in dem sie sich befand, konnte sie nicht klar genug sehen, um ihn einfach für immer zu verlassen. Also besuchte sie unser buddhistisches Zentrum mit dem Gedanken, dass jene zwei Stunden in unserem Tempel zwei Stunden seien, in denen sie nicht verprügelt werden würde.

Was sie in unserem Tempel hörte, veränderte ihr Leben. Sie hörte zu, wie die Mönche positive Vergebung erläuterten. Sie entschied sich, es bei ihrem Ehemann auszuprobieren. Sie erzählte mir, dass sie ihm, jedes Mal wenn er sie schlug, vergab und losließ. Wie sie dies tun konnte, weiß nur sie. Jedes Mal wenn er dann irgendetwas nettes tat oder sagte, egal wie unbedeutend es war, umarmte sie ihn, übersäte ihn mit Küssen oder nutzte irgendeine andere Geste, um ihm zu zeigen, wie viel ihr diese Liebenswürdigkeit bedeutete. Sie erachtete nichts als selbstverständlich.

Sie seufzte und sagte mir, dass es sie sieben lange Jahre gekostet habe. In diesem Augenblick wurden ihre Augen feucht, und meine ebenfalls. "Sieben lange Jahre," sagte sie mir, "und jetzt würden Sie diesen Mann nicht wiedererkennen. Er hat sich vollkommen verändert. Wir führen jetzt solche eine wertvolle, liebevolle Beziehung und haben zwei wundervolle Kinder." Ihr Gesicht strahlte das Leuchten einer Heiligen aus. Ich verspürte den Wunsch auf meine Knie zu fallen und mich vor ihr zu verbeugen. "Sehen sie dieses Bänkchen?" sagte sie [...], "Er hat mir diese Woche als Überraschung dieses hölzerne Meditationsbänkchen gebaut. Vor sieben Jahren hätte er sie nur dazu benutzt, um mich damit zu schlagen!" Der Kloß in meinem Hals löste sich, als ich gemeinsam mit ihr lachte.

Ich bewundere diese Frau. Sie hat sich ihr eigenes Glück verdient, das meines Erachtens, nach dem Glanz ihrer Gesichtszüge zu urteilen, beträchtlich war. Und sie hat ein Monster in einen fürsorglichen Mann verwandelt. Sie hat einem anderen Menschen auf großartige Weise geholfen.

Das war ein extremes Beispiel für positive Vergebung, das nur denjenigen zu empfehlen ist, die dem Leben eines Heiligen entgegenstreben. Auf keinen Fall empfehle ich diese Vorgehensweise irgendeinem anderen Opfer häuslicher Gewalt. Gleichwohl zeigt es, was mit Vergebung erreicht werden kann, wenn sie mit dem Bestärken des Guten verbunden wird.

~ Ajahn Brahm

(Source|Quelle: Buddhism, Facebook 
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

Monday, 2 February 2015

An Exercise in Acceptance and Forgiveness | Eine Übung in Akzeptanz und Vergebung

(Photo|Foto: via Buddhism, Facebook)
"Imagine vividly a situation where you have acted badly, one about which you feel guilty, and about which you wince even to think of it.
Then, as you breathe in, accept total responsibility for your actions in that particular situation, without in any way trying to justify your behavior. Acknowledge exactly what you have done wrong, and wholeheartedly ask for forgiveness. Now, as you breathe out, send out reconciliation, forgiveness, healing, and understanding.
So you breathe in blame, and breathe out the undoing of harm; you breathe in responsibility, breathe out healing, forgiveness, and reconciliation.
This exercise is particularly powerful and may give you the courage to go to see the person whom you have wronged, and the strength and willingness to talk to him or her directly and actually ask for forgiveness from the depths of your heart."

"Stelle dir lebhaft eine Situation vor, in der du falsch gehandelt hast, eine, wegen der du dich schuldig fühlst und wegen der du beim bloßen Gedanken zusammenschreckst.
Wenn du dann einatmest, übernehme alle Verantwortung für dein Handeln in dieser bestimmten Situation, ohne auf irgendeine Art und Weise zu versuchen, dein Verhalten zu rechtfertigen. Erkenne genau an, was du falsch getan hast und bitte von ganzem Herzen um Vergebung. Wenn du jetzt ausatmest, strahle Versöhnung, Vergebung, Heilung und Verständnis aus.
Du atmest also Schuld ein und atmest die Aufhebung von Unheil aus; du atmest Verantwortung ein und atmest Heilung, Vergebung und Versöhnung aus.
Diese Übung ist besonders kraftvoll und könnte dir den Mut verleihen, die Person, der du Unrecht getan hast, aufzusuchen. Und sie könnte dir die Kraft und Bereitschaft verleihen, mit ihm oder ihr von Angesicht zu Angesicht zu reden und ihn oder sie tatsächlich von Herzen um Verzeihung zu bitten."

~ Sogyal Rinpoche

(Source|Quelle: Buddhism, Facebook
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

Monday, 19 January 2015

Forgiving Others is Being Good to Yourself | Anderen Vergeben ist Gut zu Dir Selbst zu Sein

"To be angry is to let others' mistakes punish yourself. To forgive others is to be good to yourself."

"Wütend zu sein bedeutet, dich von den Fehlern anderer bestrafen zu lassen. Anderen zu vergeben bedeutet, zu dir selbst gut zu sein."

~ Master Cheng Yen

(Source|Quelle: Buddhism, Facebook
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

Friday, 16 January 2015

The Ex-Marine and the Ex-Businessman | Der Ex-Marine und der Ex-Geschäftsmann

(Photo|Foto: via Buddhism, Facebook)
"When someone has hurt us, we don't have to be the one who punishes them. If we are a Christian, a Muslim, or a Jew, surely we would believe that God will punish them enough? If we are Buddhist, a Hindu, or a Sikh, we would know that karma will provide our assailant with their desserts. And if you are a follower of the modern religion of psychotherapy, you know that your assailant will have to go through years of expensive therapy because of their guilt! So why do we have to be the one who 'teaches them a lesson?' considering wisely, we discover that we don't have to be the executioner. We are still doing our public duty when we let go of our anger and cool off with forgiveness.

Two of my fellow Western monks were having and argument. One of the monks was a former U.S. marine who had fought as a 'grunt' (frontline soldier) in the Vietnam war and had been badly wounded. The other had been a very successful businessman who had made a large amount of money that he had 'retired' in his mid twenties. They were two clever, strong, extremely tough characters.

Monks aren't supposed to have arguments, but they were. Monks aren't supposed to have fistfights, but they were about to. They were eyeball to eyeball, nose to nose, and spitting anger. In the midst of a ferocious verbal exchange, the former marine got down on his knees and bowed gracefully to the shocked ex-businessman monk. Then he looked up and said, 'I'm sorry.Forgive me.'


It was one of those rare gestures that come direct from the heart, which are always spontaneous and inspirational rather than planned. They are recognizable by their immediacy, and their being totally irresistible.

The ex-businessman monk wept. A few minutes later they were seen walking together as friends. Monks 'are' supposed to do that
."

"Wenn uns jemand verletzt hat, müssen wir nicht diejenigen sein, die sie bestrafen. Wenn wir ein Christ, ein Moslem oder ein Jude sind, würden wir doch sicherlich glauben, dass Gott sie ausreichend bestrafen wird? Wenn wir ein Buddhist, ein Hindu oder ein Sikh sind, würden wir wissen, dass Karma unsere Angreifern die Quittung präsentieren wird. Und wenn du ein ein Anhänger der modernen Religion namens Psychotherapie bist, weißt du, dass dein Angreifer wegen seiner Schuldgefühle jahrelang eine teure Therapie erdulden muss! Weshalb sollten wir also diejenigen sein, die ihnen 'eine Lektion erteilen?' Wenn wir es vernünftig betrachten, erkennen wir, dass wir nicht der Scharfrichter sein müssen. Wir erfüllen immer noch unsere öffentliche Pflicht, wenn wir unsere Wut loslassen und  uns selbst durch Vergebung zu besänftigen.

Zwei meiner westlichen Mönchsbrüder hatten eine Auseinandersetzung. Einer der Mönche war ein ehemaliger US-Marine, der als 'Frontschwein' (Frontsoldat) im Vietnamkrieg gekämpft hatte und schwer verwundet wurde. Der andere ist ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, der eine große Summe Geld verdient hatte, das er als Mittzwanziger 'in den Ruhestand' geschickt hatte. Sie waren zwei schlaue, starke und extrem hartnäckige Persönlichkeiten.

Mönche sollen nicht streiten, aber sie taten es. Mönche sollen sich nicht schlagen, aber sie standen kurz davor. Sie standen sich Auge in Auge, Nase an Nase gegenüber und glühten vor Wut. Mitten in ihrem wilden verbalen Austausch, kniete der ehemalige Marine zum großen Erstaunen des ex-Geschäftsmannes nieder und verbeugte sich höflich. Dann blicker er auf und sagte: 'Es tut mir leid. Vergib' mir.'

Es war eine dieser seltenen Gesten, die direkt vom Herzen kommen, die nicht geplant, sondern immer spontan und inspirativ sind. Man kann sie an ihrer Direktheit erkennen und daran, dass sie vollkommen unwiderstehlich sind.

Der ehemalige Geschäftsmann weinte. Wenige Minuten später konnte man sie gemeinsam als Freunde spazieren sehen. Das ist, was Mönche tun 'sollen.'"

~ Ajahn Brahm

(Source|Quelle: Buddhism, Facebook
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)