Showing posts with label Buddha (Erzählung). Show all posts
Showing posts with label Buddha (Erzählung). Show all posts

Thursday, 8 January 2015

How to Deal With Insults | Wie Man Mit Beleidigungen Umgeht

(Photo|Foto: via bbncommunity.com)
One day Buddha was walking through a village teaching Dhamma. A very angry and rude young man belong to another group of believers came up and began insulting him. "You have no right teaching others," he shouted. "You are as stupid as everyone else. You are nothing but a fake."

Buddha was not upset by these insults. Instead he asked the young man, "Tell me, if you buy a gift for someone, and that person does not take it, to whom does the gift belong?"

The man was surprised to be asked such a strange question and answered, "It would belong to me, because I bought the gift."

The Buddha smiled and said, "That is correct. And it is exactly the same with your anger. If you become angry with me and I do not get insulted, then the anger falls back on you. You are then the only one who becomes unhappy, not me. All you have done is hurt yourself. [...] If you want to stop hurting yourself, you must get rid of your anger and become loving instead. When you hate others, you yourself become unhappy. But when you love others, everyone is happy."

The young man listened closely to these wise words of the Buddha. "You are right, o Enlightened One," he said. "Please teach me the path of love. I wish to become your follower."

The Buddha answered kindly, "Of course. I teach anyone who truly wants to learn. Come with me."

So he began to walk the path of Buddhism.

Eines Tages lief Buddha durch ein Dorf und lehrte dort Dhamma. Ein sehr wütender und unhöflicher junger Mann, der einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörte, trat hinzu und fing an ihn zu beleidigen. "Du hast kein Recht andere zu lehren," schrie er. "Du bist genauso dumm wie jeder andere. Du bist nichts weiter als ein Schwindler."

Buddha war wegen dieser Beleidigungen nicht verärgert. Stattdessen fragte der den jungen Mann, "Sag mir, wenn du jemandem ein Geschenk kaufst und diese Person es nicht annimmt, wem gehört dann das Geschenk?"

Der Mann war überrascht darüber eine solch seltsame Frage gestellt zu bekommen und antwortete: "Es würde mir gehören, weil ich das Geschenk gekauft habe."

Der Buddha lächelte und sagte, "Das stimmt. Und genauso verhält es sich mit deiner Wut. Wenn du wütend auf mich bist und ich nicht beleidigt bin, dann fällt die Wut auf dich zurück. Du bist dann der einzige, der unglücklich sein wird, nicht ich. Alles was du getan hast, ist dir selber zu schaden. [...] Wenn du damit aufhören möchtest dir selber zu schaden, dann musst du deine Wut loswerden und stattdessen von Liebe erfüllt sein. Wenn du andere hasst, wirst du selber unglücklich werden. Doch wenn du andere liebst, ist jeder glücklich."

Der junge Mann lauschte aufmerksam diesen weisen Worten Buddhas. "Du hast recht, O Erleuchteter," sagte er. "Bitte lehre mich den Pfad der Liebe. Ich möchte gerne dein Schühler werden."

Der Buddha antwortete gütig, "Selbstverständlich. Ich lehre jeden, der wirklich lernen möchte. Komme mit mir."

So begab er sich auf den Pfad des Buddhismus. 

(Source|Quelle: Buddhist Broadcasting Network (bbncommunity.com)
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

Sunday, 4 January 2015

Karma – Die Vier Ehefrauen [Deutsch]

In einer der Agama-Sutras, Buddhas frühe Predigten, ist eine sehr interessante Geschichte zu finden. Es war einmal ein Mann der vier Ehefrauen hatte. Gemäß dem gesellschaftlichen System und den Umständen des alten Indiens war es einem Mann möglich mehrere Ehefrauen zu haben. Während der Heian-Zeit in Japan vor ungefähr eintausend Jahren war es zudem nicht ungewöhnlich für eine Frau mehrere Ehemänner zu haben.
Der Inder war erkrankt und stand kurz davor zu sterben. Als sich sein Leben dem Ende zuneigte, fühlte er sich einsam und so bat er seine erste Ehefrau, ihn in die andere Welt zu begleiten.
"Meine liebe Frau," sagte er, "Ich habe dich Tag und Nacht geliebt, ich habe mich mein Leben lang um dich gekümmert. Begleitest du mich bitte, jetzt wo ich bald sterben werde, wohin auch immer ich nach meinem Tod gehe?"
Er erwartete, dass sie ja sagen würde. Doch sie antwortete, "Mein lieber Gemahl, ich weiß, dass du mich immer geliebt hast. Und du wirst bald sterben. Der Zeitpunkt ist gekommen, um mich von dir zu trennen. Lebewohl, mein Teuerster."
Er rief seine zweite Ehefrau zu sich an sein Krankenbett und flehte sie an, ihm im Tode zu folgen. Er sagte, "Meine teure zweite Frau, du weist, wie ich dich liebte. Manchmal hatte ich Angst, dass du mich verlassen könntest, doch ich hielt mit aller Kraft an dir fest. Meine Liebe, bitte komme mit mir."
Die zweite Ehefrau äußerte sich eher kühl. "Lieber Gemahl, deine erste Frau weigerte sich, dich nach deinem Tode zu begleiten. Wie kann ich dir da folgen? Du liebtest mich nur um deiner eigenen Selbstsucht willen."
In seinem Sterbebett liegend rief er nach seiner dritten Ehefrau und bat sie, ihm zu folgen. Die dritte Ehefrau antwortete mit von Tränen erfüllten Augen, "Mein Teuerster, ich bemitleide dich und fühle mit dir. Daher werde ich dich bis zum Grabe begleiten. Das ist meine letzte Pflicht dir gegenüber." Die dritte Ehefrau weigerte sich also ebenfalls, ihm in den Tod zu folgen.
Drei Frauen hatten abgelehnt, ihm nach seinem Tod zu folgen. Nun erinnerte er sich, dass es eine weiter Frau, seine vierte Ehefrau gab, um die er sich nicht sehr kümmerte. Er hatte sie wie eine Sklavin behandelt und ihr immer großen Unmut entgegengebracht. Jetzt glaubte er, dass sie bestimmt nein sagen würde, wenn er sie bitten würde, ihm in den Tod zu folgen.
Doch seine Einsamkeit und seine Angst waren so stark, dass er sich dazu überwand sie zu bitten, ihn in die andere Welt zu begleiten. Die vierte Frau nahm die Bitte ihres Ehemanns freudig an.
"Mein lieber Gemahl," sagte sie, "ich werde dich begleiten. Was auch immer geschieht, ich bin dazu entschlossen auf ewig bei dir zu sein. Ich kann nicht von dir getrennt sein."
Das ist die Geschichte des Mannes und seiner vier Ehefrauen … Gautama Buddha beendete die Geschichte wie folgt:
Jeder Mann und jede Frau hat vier Ehefrauen bzw. Ehemänner. Wofür stehen diese Ehefrauen?
Die Erste Ehefrau
Die erste "Ehefrau" ist unser Körper. Wir lieben unseren Körper Tag und Nacht. Am Morgen waschen wir unser Gesicht und ziehen Kleidung und Schuhe an. Wir kümmern uns um unseren Körper, wie um die erste Ehefrau in dieser Geschichte. Doch unglücklicherweise kann uns unser Körper, die erste "Ehefrau", am Ende unseres Lebens nicht in die nächste Welt folgen. Wie es in einem Kommentar ausgeführt wird, "Wenn der letzte Atemzug unseren Körper verlässt, verändert sich die gesunde Farbe unseres Gesichts und wir verlieren die Erscheinung strahlenden Lebens. Unsere Liebsten mögen sich um uns versammeln und wehklagen, doch ist dies vergeblich. Bei einem solchen Ereignis wird der Körper auf ein offenes Feld gebracht und verbrannt, so dass nur weiße Asche übrig bleibt." Das ist die Bestimmung unseres Körpers.
Die Zweite Ehefrau
Was ist die Bedeutung der zweiten Ehefrau? Die zweite "Ehefrau" steht für unseren Reichtum, unsere materiellen Dinge, Geld, Besitz, Ruhm, Stellung und unsere Arbeit, die zu erlangen wir uns so viel Mühe gegeben haben. Wir hängen an diesen materiellen Besitztümern. Wir fürchten darum, diese materiellen Dinge zu verlieren und wünschen uns, noch viel mehr zu besitzen. Es gibt keine Grenze. Am Ende unseres Lebens können uns diese Dinge nicht in den Tod folgen. Welche Reichtümer wir auch immer angehäuft haben, wir müssen sie zurücklassen. Wir haben dieses Leben mit leeren Händen betreten. Während unseres Lebens in dieser Welt haben wir die Illusion, dass wir Reichtum erlangt haben. Zum Zeitpunkt unseres Todes sind unsere Hände leer. Wir können nach unserem Tod nicht an unserem Reichtum festhalten, ebenso wie die zweite Ehefrau ihrem Gemahl sagte: "Du hältst mit deiner egozentrischen Selbstsucht an mir fest. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um Lebewohl zu sagen."
Die Dritte Ehefrau
Wofür steht die dritte Ehefrau? Jeder hat eine dritte "Ehefrau". Sie ist die Beziehung zu unseren Eltern, unserer Schwester und unserem Bruder, allen unseren Angehörigen, Freunden und der Gesellschaft. Sie werden lediglich bis zum Friedhof mitgehen, mit Tränen in ihren Augen. Sie sind mitfühlend und betrübt ...
Folglich können wir uns nicht auf unseren materiellen Körper, unseren Reichtum und unsere Gesellschaft verlassen. Wir werden einsam geboren und wir sterben einsam. Niemand wird uns nach unserem Tod begleiten.
Die Vierte Ehefrau
Sakyamuni* Buddha erwähnte die vierte Ehefrau, die bereit war, ihren Gemahl nach seinem Tod zu begleiten. Was bedeutet das? Die vierte "Ehefrau" ist unser Geist [oder Alaya, Bewusstsein]. Wenn wir genau hinsehen und erkennen, dass unser Geist voll Wut, Habsucht und Unzufriedenheit ist, erhalten wir einen guten Blick auf unser Leben. Die Wut, Habsucht und Unzufriedenheit sind Karma, das Gesetz von Kausalität. Wir können nicht von unserem eigenen Karma getrennt werden. Ebenso wie die vierte Ehefrau ihrem sterbenden Mann sagte, "Ich werde dir folgen, wohin auch immer du gehst."
[To read this article in English, please go to: | Um diesen Artikel auf Englisch zu lesen, besuchen Sie bitte: "Karma– The Four Wives"]


(Source|Quelle: Stony Brook University
Transl.|Übers.: Nicolas von Kospoth)

____
* Śākyamuni: "Der Weise [aus dem Volk] der Shakya"

Monday, 24 November 2014

I want happiness! | Ich möchte glücklich sein!

Woman: "I want happiness!"
Buddha: "First remove 'I' - that is ego. Then remove 'want' - that is desire. See, now you are left only with 'happiness'."

Frau: "Ich möchte glücklich sein!"
Buddha: "Entferne zuerst das 'Ich' - das ist Ego. Dann entferne das 'möchte' - das ist Verlangen. Siehst Du, nun bleibt dir das 'glücklich sein'."

(Source/Quelle: BuddhismVision, Facebook
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)

Thursday, 23 October 2014

The Man Who Spit in Buddha's Face | Der Mann der Buddha ins Gesicht Spuckte

 

The Buddha was sitting under a tree talking to his disciples when a man came and spat in his face. He wiped it off, and he asked the man, "What next? What do you want to say next?" The man was a little puzzled because he himself never expected that when you spit on somebody's face, he will ask, "What next?" He had no such experience in his past. He had insulted people and they had become angry and they had reacted. Or if they were cowards and weaklings, they had smiled, trying to bribe the man. But Buddha was like neither, he was not angry nor in any way offended, nor in any way cowardly. But just matter-of-factly he said, "What next?" There was no reaction on his part.

But Buddha's disciples became angry, and they reacted. His closest disciple, Ananda, said, "This is too much. We cannot tolerate it. He has to be punished for it, otherwise everybody will start doing things like this!"

Buddha said, "You keep silent. He has not offended me, but you are offending me. He is new, a stranger. He must have heard from people something about me, that this man is an atheist, a dangerous man who is throwing people off their track, a revolutionary, a corrupter. And he may have formed some idea, a notion of me. He has not spit on me, he has spit on his notion. He has spit on his idea of me because he does not know me at all, so how can he spit on me?"

"If you think on it deeply," Buddha said, "he has spit on his own mind. I am not part of it, and I can see that this poor man must have something else to say because this is a way of saying something. Spitting is a way of saying something. There are moments when you feel that language is impotent: in deep love, in intense anger, in hate, in prayer. There are intense moments when language is impotent. Then you have to do something. When you are angry, intensely angry, you hit the person, you spit on him, you are saying something. I can understand him. He must have something more to say, that's why I'm asking, “What next?"

The man was even more puzzled! And Buddha said to his disciples, "I am more offended by you because you know me, and you have lived for years with me, and still you react."

Puzzled, confused, the man returned home. He could not sleep the whole night. When you see a Buddha, it is difficult, impossible to sleep anymore the way you used to sleep before. Again and again he was haunted by the experience. He could not explain it to himself, what had happened. He was trembling all over, sweating and soaking the sheets. He had never come across such a man; the Buddha had shattered his whole mind and his whole pattern, his whole past.

The next morning he went back. He threw himself at Buddha's feet. Buddha asked him again, "What next? This, too, is a way of saying something that cannot be said in language. When you come and touch my feet, you are saying something that cannot be said ordinarily, for which all words are too narrow; it cannot be contained in them." Buddha said, "Look, Ananda, this man is again here, he is saying something. This man is a man of deep emotions."

The man looked at Buddha and said, "Forgive me for what I did yesterday." Buddha said, "Forgive? But I am not the same man to whom you did it. The Ganges goes on flowing, it is never the same Ganges again. Every man is a river. The man you spit upon is no longer here. I look just like him, but I am not the same, much has happened in these twenty-four hours! The river has flowed so much. So I cannot forgive you because I have no grudge against you.

"And you also are new. I can see you are not the same man who came yesterday because that man was angry and he spit, whereas you are bowing at my feet, touching my feet. How can you be the same man? You are not the same man, so let us forget about it. Those two people, the man who spit and the man on whom he spit, both are no more. Come closer. Let us talk of something else."

Der Buddha saß unter einem Baum und sprach mit seinen Schülern, als ein Mann kam und ihm ins Gesicht spuckte.

Er wischte sich die Spucke aus dem Gesicht und fragte den Mann: "Was nun? Was möchtest Du als nächstes sagen?" Der Mann war etwas verwundert, da er nicht erwartet hatte, dass wenn man jemandem ins Gesicht spuckt, dieser fragen würde "Was nun?" Er hatte so etwas noch nie erlebt. Er hatte schon Menschen beleidigt, die daraufhin wütend wurden und auf seine Beleidigungen reagierten. Oder aber, wenn sie Feiglinge und Schwächlinge waren, lächelten sie und versuchten, ihn zu bestechen. Doch Buddha war nicht wie einer von diesen; er war weder wütend oder in irgendeiner Form beleidigt, noch war er feige. Er sagte einfach nur ganz nüchtern "Was nun?" Es gab keine weitere Reaktion von ihm.

Doch Buddhas Schüler wurden wütend und reagierten ihrerseits. Sein vertrautester Schüler, Ananda, sagte: "Das ist zu viel. Wir können das nicht tolerieren. Er muss dafür bestraft werden, sonst wird jeder anfangen, solche Dinge zu tun!"

Buddha antwortete: "Bleib ruhig. Er hat mich nicht beleidigt, aber du beleidigst mich. Er ist neu, ein Fremder. Er hat bestimmt von Leuten etwas über mich gehört, dass dieser Mann ein Ungläubiger sei, ein gefährlicher Mann, der Menschen von ihrem Weg abbringt, ein Revolutionär, der andere verdirbt. Und er hat wohlmöglich eine Vorstellung von mir, eine Ansicht über mich entwickelt. Er hat nicht mich bespuckt, sondern er hat seine Ansicht bespuckt. Er hat seine Vorstellung von mir bespuckt, denn er kennt mich überhaupt nicht. Wie also kann er mich bespuckt haben?"

"Wenn du genau darüber nachdenkst," sagte Buddha, "so hat er seinen eigenen Geist bespuckt. Ich bin davon nicht betroffen, und ich kann sehen, dass dieser arme Mann noch etwas anderes zu sagen haben muss, denn dies ist eine Art und Weise, etwas zu sagen. Es gibt Momente, in denen man spürt, dass Sprache ohnmächtig ist: in tiefer Liebe, in starker Wut, in Hass und im Gebet. Es gibt intensive Augenblicke, in denen Sprache ohnmächtig ist. Wenn du wütend, sehr wütend bist, wenn du jemanden schlägst, wenn du jemanden bespuckst, dann sagst du etwas. Ich kann ihn verstehen. Er muss noch etwas weiteres zu sagen haben. Deshalb frage ich: 'Was nun?'"

Der Mann war noch verwunderter! Und Buddha sagte zu seinen Schülern: "Ich wurde vielmehr von euch beleidigt, denn ihr kennt mich, und ihr habt schon viele Jahre mit mir verbracht, und trotzdem reagiert ihr so."

Verwundert und durcheinander kehrte der Mann nach Hause zurück. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Wenn man einen Buddha trifft, ist es schwierig oder sogar unmöglich so zu schlafen wie zuvor. Wieder und wieder wurde er von seinem Erlebnis verfolgt. Er konnte sich selber nicht erklären, was geschehen war. Er zitterte am ganzen Körper und schwitzte so sehr, dass er die Laken durchnässte. Er war noch nie einem solchen Mann begegnet; der Buddha hatte seinen gesamten Geist und sein ganzes Wesen erschüttert, seine gesamte Vergangenheit.

Am nächsten Morgen kehrte er zurück. Er warf sich zu Füßen Buddhas. Buddha fragte ihn erneut: "Was nun? Auch dies ist eine Art, etwas zu sagen, das nicht mit Sprache ausgedrückt werden kann. Wenn du kommst und meine Füße berührst, sagst du etwas, das nicht auf gewöhnliche Weise gesagt werden kann, für das Worte zu eingeschränkt sind; es kann nicht von ihnen erfasst werden." Buddha sagte: "Siehe, Ananda, dieser Mann ist wieder hier, er sagt etwas. Dies ist ein Mann tiefempfundener Emotionen."

Der Mann sah Buddha an und sagte: "Vergib mir für das, was ich gestern getan habe." Buddha antwortete: "Vergeben? Aber ich bin nicht derselbe Mann, dem du das angetan hast. Der Ganges fließt immer weiter, es wird nie mehr derselbe Ganges sein. Jeder Mensch ist ein Fluss. Der Mann, den du bespuckt hast, ist nicht mehr hier. Ich sehe nur so aus wie er, aber ich bin nicht derselbe. Vieles ist in diesen vierundzwanzig Stunden geschehen! So viel Wasser ist den Fluss hinab geflossen. Daher kann ich dir nicht vergeben, denn ich hege keinen Groll gegen dich.

"Und auch du bist neu. Ich kann erkennen, dass du nicht derselbe Mann bist, der gestern da war. Denn dieser Mann war wütend und spuckte, wohingegen du dich zu meinen Füßen verbeugst und meine Füße berührst. Wie kannst du da derselbe Mann sein? Du bist nicht derselbe Mann, also lass' uns die Sache vergessen. Die beiden Menschen, derjenige der spuckte und derjenige den dieser anspuckte, beide sind nicht mehr. Komm' näher. Lass' uns über etwas anderes reden."

(Source/Quelle: wisdompills.com, themindawakened.com
Transl./Übers.: Nicolas von Kospoth)